„Jawohl, meine Herr`n, so haben wir`s gern, jawoll, jawoll, jawoll…“

mögen die Partnerinnen der Sänger und Förderinnen des Männerchores Zeuthen gedacht haben, als sie die Einladung zum gemeinsamen Feiern des Herrentages mit den Sängern erhielten.

Traditionell erfolgt an diesem Tag üblicherweise eine feuchtfröhliche Wanderung mit Gesang von Zeuthen nach Wildau. Kurzer Aufenthalt im Seniorenstift Zeuthen mit Gesängen für die anwesenden Damen und Herren und weiter zum Anglerheim Wildau, zur musikalischen Unterhaltung des Publikums.

Zum Herrentag am Donnerstag, den 14. Mai 2026, verlief das anders. Ein vorausschauender Blick in die Wetterinformationen gab Anlass, das Programm rechtzeitig zu ändern. Nichts mit Wandern, nichts mit Senioren, nichts mit Anglerheim.

Vereinshaus Zeuthen, Forstweg 30, hieß das Ziel. Hier bewährte sich die Einladung der Damen zur Teilhabe am Männertag. Wir, die Herren, wurden verwöhnt. Die Damen deckten die Tische ein, brachten leckeren Kuchen, Kaffee, Kaffeesahne und Schlagsahne mit.

Als wir, aus Berlin kommend, Margitta und ich, gegen 10:00 Uhr im Vereinshaus eintreffen, ist es personell schon gut gefüllt.

Unsere Caterer Joachim G. und Bernd Z., sind schon dabei, den Grill vorzubereiten. Fleisch-steaks, Bratwürste u.a. liegen bereits zur Auflage bereit. Die Holzkohle beginnt zu glühen. Alles sieht hoffnungsvoll aus.

„Es gibt kein Bier auf Hawaii…“ mag wohl stimmen (?), aber heute hier im Vereinsheim trifft das nicht zu. „Freibier für alle…“, ist angesagt. Im Verlauf der nächsten Stunden trifft aber auch die Aussage zu: „Jetzt trinken wir noch `ne Flasche Wein…“. Ja, es ist an alles gedacht.

Zunächst hört man aber aus den Kehlen der Sänger: „Wir wollen ein Schnäpsel trinken, ist das nicht fein, nur noch Feuerwasser, nur Brandwein…“! Na, geht doch. Da kann man nur antworten: “Ja, wenn das so ist, dann Prost…“. Der „Erste“ ist eingeschenkt. Der Anfang ist gemacht.

Obwohl der Großteil der Sänger beim Bier bleibt, werden wir auch zum Ende der Feier nicht zur Erkenntnis kommen: „Der Männerchor trinkt Bier vom Fass, betrunken sind schon vier vom Bass…“! Alles bleibt in Maßen.

Sicher, wenn ca. 30 Personen essen und trinken, fällt auch Arbeit in der Küche an. Obwohl ich nicht alle daran beteiligten Damen wahrnehmen konnte, fielen mir doch die hier stellvertretend genannten, Jutta Sch., Margitta H., Dorit G. und Dagmar V. auf. Herzlichen Dank für eure Hilfe und ein Dankeschön an alle beteiligten Kuchenbäckerinnen und -bäcker. Unsere Simone Sch. wollte immer helfen, aber leider war ihre Hand bedauerlicherweise medizinisch „verbunden“.

Bei einer Feier ergibt sich berechtigterweise immer die Frage: Wer soll das bezahlen? Gute und berechtigte Frage! Heute nicht. Keiner bezahlt. „Die Getränke sind frei…!“ Und die Speisen? Hier die Antwort: auch die Speisen. Unser Edgard O., Sänger im 1. Tenor, übernimmt die Kosten. Er hatte wenige Tage zuvor Geburtstag. Dankeschön, lieber Edgard, gerne wieder!

Das freie Trinken und Speisen hält natürlich keinen der Anwesenden davon ab, eine Spende in die choreigene Sparbüchse gleiten zu lassen. Dabei klimperte und raschelte es auch hin und wieder. Im Verlauf der gesamten Zeit merkte man, dass man sich bei einer Sängerfeier befindet. „Wir lassen uns das Singen nicht verbieten, das Singen nicht und auch die Fröhlichkeit…“. Davon machten wir reichlich mit Chorgesang und in Solobeiträgen Gebrauch.

Sowohl zum Anlass passende klassische Männerchorlieder als auch Wein- und Trinklieder wurden zum Besten gegeben. Allem in allem ist die Aussage angebracht: „Ein Prosit, ein Prosit der Gemütlichkeit…!“

Unser Vorsitzender Achim Ritz animierte dankenswerterweise mit seinem Akkordeonspiel auch reichlich zum Mitsingen.

Kaffeetrinken, Grillgut essen, Singen — inzwischen ist es ca. 14:00 Uhr geworden. Da erscheinen neue Gäste. Unsere jüngeren Sänger mit ihren Frauen und Kindern sind plötzlich da. Welch eine Überraschung. Wir vermissten sie schon. Die Stimmung entfacht sich neu. Die „Jungen“ übernehmen das Geschehen. Die ältere Generation verlässt nach dem Motto: „Muss i denn, muss i denn zum Städtele hinaus…“ ab 15:00 Uhr, Paar um Paar, die wunderschöne Feier.

Alles in allem kann man abschließend sagen: „Ein schöner Tag, ward uns beschert…!“

Autor
Klaus Lehmann, Sänger im 1. Tenor und Moderator des Männerchores Zeuthen

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